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Exkursion der Politikkurse nach Berlin

Donnerstag, 11.06.2026, 5:00 Uhr morgens – noch sah es ziemlich verlassen und ruhig aus am Bahnhof in Bad Zwischenahn. Doch dies sollte sich rasch ändern, als sich gegen 5:45 Uhr die ersten Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Politik sowie eine Handvoll Prüflinge des Grundkurses Politik am Bahnsteig versammelten, um sich vier Tage lang gemeinsam mit ihren Kurslehrern auf eine politisch abenteuerliche Studienfahrt zu begeben. Als dann erfreulicherweise auch der letzte Schüler – zwar mit leichter Verspätung, aber dennoch rechtzeitig – um 6:10 Uhr am Bahngleis eintraf, stiegen alle voller Vorfreude in die Regionalbahn über Bremen und Hannover und dann in den ICE Richtung Berlin. Gegen 12:30 Uhr am Berliner Hauptbahnhof angekommen, stand nach einer kurzen Zeit für Verpflegung auch schon der erste Programmpunkt bevor: ein Besuch der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Neben einer Besichtigung des Verbandsgebäudes sowie einem informativen und ausführlichen Vortrag der Mitarbeitenden über bspw. die Tätigkeiten, die Satzung sowie die Arbeitsweise der BDA gab es im Anschluss daran für die Schüler die Möglichkeit, im Diskurs mit den Mitarbeitenden verbliebene Fragen zu klären, sodass insgesamt wertvolle Einblicke in die Tätigkeiten dieses Interessenverbandes gewonnen wurden. Noch immer mit Koffern und Reisetaschen in der Hand machten sich die Kurse nun auf den Weg zur Unterkunft. Vor Ort wurden die 3er- und 6er-Zimmer bezogen, sodass nach kurzer Verschnaufpause gegen frühen Abend der nächste Programmpunkt – eine Führung durch das Bundeskanzleramt – bestritten werden konnte. Nachdem also das Wissen über alle Bundeskanzler mehr oder weniger nachhaltig aufgefrischt worden war, hat sich die Lerngruppe am späten Abend ihrer wohlverdienten Freizeit gewidmet. Bereits um 7:00 Uhr morgens begrüßten sich die Lehrer und Schüler mit noch großer Euphorie, um sich beim gemeinsamen Frühstück für den bevorstehenden Tag zu stärken. Die große Euphorie ist insofern erwähnenswert, als sich die Motivation, frühmorgens immer pünktlich beim Frühstück zu erscheinen, im Laufe der Studienfahrt legte, was womöglich auf ein zu langes Wachbleiben an den Abenden zurückzuführen ist.
Gestärkt machte sich die Gruppe, teils mit der U-Bahn, teils zu Fuß, auf den Weg zum Bundesministerium der Verteidigung, bei dem u. a. auch interessante Einblicke zum aktuell polarisierenden freiwilligen Wehrdienst gewonnen werden konnten, der für diesen Schuljahrgang von besonders hoher Relevanz ist. Im Anschluss daran folgte ein Vortrag beim Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), bevor es nach einer längeren Mittagspause zur Stadtführung quer durch Berlin überging. Bei dieser Stadtführung kamen die Politikkurse immer wieder an bedeutenden Gebäuden wie z. B. dem Paul-Löbe-Haus oder der Bundespressekonferenz vorbei, zu welchen die Prüflinge bereits im Voraus Kurzvorträge vorbereitet und diese dann vor Ort abgehalten hatten. Nach getaner Arbeit durfte ein gemeinsames Abendessen der Schülerinnen und Schüler mit den Lehrkräften beim Italiener nicht fehlen, bevor nun auch der zweite Tag sein Ende nahm – zumindest für den Großteil der Exkursionsteilnehmer. Denn einige wenige Schüler verloren vor lauter Gesprächen und Faszination über die Prächtigkeit Berlins bei Nacht bedauerlicherweise die Zeit aus den Augen, sodass die Frage, wer die Erlebnisse der Exkursion schriftlich festhält, bereits am zweiten Tag der Reise feststand – wunderbar! Wenig ausgeschlafen betraten die Schülerinnen und Schüler unter Murren und Knurren am Samstagmorgen um 8:00 Uhr den Frühstücksraum. Darauf folgte eine äußerst eindrucksvolle Führung durch Berlin, anhand derer die Schattenseite Berlins – ein Leben ohne Obdach – nähergebracht wurde. Am gleichen Tag besuchten die Kurse dann den Deutschen Bundestag, wobei auch die Besichtigung der Reichstagskuppel nicht vergessen wurde. Am Sonntag, dem letzten Tag der Exkursion, stand ein besonderes Ziel auf dem Programm: eine Führung durch die Gedenkstätte Hohenschönhausen – ein ehemaliges Gefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit zu Zeiten der DDR. Genauso wie bei allen anderen besuchten Gebäuden und Einrichtungen davor konnte auch hier das im Unterricht gelernte Wissen aufgefrischt, gefestigt und sogar übertragen werden. Damit alle gestärkt den Heimweg antreten konnten, fand sich die Gruppe gegen Mittag schon verfrüht am Hauptbahnhof in Berlin ein, um von den dort zahlreich vorhandenen Speisemöglichkeiten profitieren zu können. Gegen 20:00 Uhr kam der Kurs gemeinsam am Bahnhof in Bad Zwischenahn an.
Sowohl die Schüler als auch die Lehrer sind sich einig, dass die Exkursion ein voller Erfolg war, und ziehen ein positives Fazit aus ihren Erfahrungen in Berlin.

Bericht: Hannes Krone